Jubiläumskonzert 2026 unter Mitwirkung der Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim am 8. November
Die beeindruckende Geschichte von Serge Jaraoff begann im Jahre 1896 mit seiner Geburt am 20. März in Kostroma im Don-Tal.


Schon mit 5 Jahren sang er im Kirchenchor seiner Heimatstadt und drei Jahre später ermöglichte ein Stipendium dem Hochbegabten das Studium an der Synodal-Musikschule in Moskau, jener weltberühmten Ausbildungsstätte Rußlands für Kirchenmusik und Chordirigieren. KASTALSKY, TSCHAIKOWSKY, RACHMANINOW und GRETSCHANINOFF hatten dort neben vielen anderen berühmten Musikern gelehrt. Elf Jahre später, nach einer glänzend bestandenen Abschlußprüfung trat SERGE JAROFF in die Alexander-Militär-Akadiemie in Moskau ein und wurde bereits am 1. August 1917 im Zeichen revolutionärer Unruhen zum Leutnant befördert.
In einer Spezialeinheit der DON KOSAKEN kämpfte SERGE JAROFF während der russischen Oktoberrevolution aktiv gegen die Rote Armee. Nach der eigenen Niederlage flohen die zarentreuen Einheiten in die Türkei. Dort, im Internierungslager Tschilingir bildete SERGE JAROFF auf Veranlassung seines Divisionskommandeurs einen KOSAKEN CHOR. Er motivierte den Überlebenswillen und kompensierte mit seinen Gesängen den ständigen Hunger, die Cholera, die im Lager ausgebrochen war und schließlich auch das Heimweh aller.
Im türkischen Gefangenenlager stellte der junge Leutnant, der 11 Jahre lang an der Moskauer Synodal Musikschule studiert hatte, seinen Chor zusammen. Als sie 1923 nach dem bulgarischen Burgas verlegt wurden, vermittelte die russische Gesandtschaft in Sofia das erste öffentliche Konzert in deren Gesandtschaftskirche. Schon wenig später trat der nun namentlich erwähnte DON KOSAKEN CHOR unter seinem jungen Dirigenten im Prunksaal der Wiener Hofburg auf.
Es sollte der Beginn einer Weltkarriere werden.

Nicht nur die Älteren erinnern sich an den schmächtigen, mit dynamischer Energie und dem Feuer des Vollblutmusikers erfüllten Mann, der seine Sänger mit kaum wahrnehmbaren Gesten vom ätherischen Pianissimo zum donnernden Fortissimo führte. 56 Jahre lang gastierte JAROFF mit seinem Chor in den Konzertsälen der Welt, geliebt und umjubelt von seinem Publikum. Am 20. März 1979 gab er in Paris ein letztes eindrucksvolles Konzert – ein Abschied, der ihm, krankheitsbedingt, sehr schwerfiel. 6 Jahre später, am 9. Oktober 1985 verstarb er in seiner amerikanischen Wahlheimat.
Erstmals in Ahrweiler – St. Laurentius – 8. November 17 Uhr

Die Tournée 2025/26 führt den Chor, der inzwischen ausschließlich aus ukrainischen Sängern besteht, unter der künstlerischen Leitung von WANJA HLIBKA erstmals nach Ahrweiler, wo er in Zusammenarbeit mit der Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim unter der Leitung von Petro Morozov und Wilfried Schäfer auftritt.
Kraftvolle Männerstimmen, große Ausdruckskraft und klangliche Präzision machen dieses Konzert zu einem besonderen Erlebnis. Der Chor gastiert am 8. November in der St. Laurentius Kirche um 17 Uhr – Einlass ist um 16 Uhr.
Infobox:
Die Karten (23,00 €) im Vorverkauf bei der KSK, Wilhelmstraße oder bei der VR Bank RAE am Markt, sowie in der Buchhandlung Am Ahrtor (Ahrhutstraße) – oder via Mail an info@schaefer-steuerberater.com bestellen. Restkarten an der Abendkasse: 25,00 €
Infos unter: https://www.mgv-ahrweiler.de
Text: Andreas Noll | Fotos: Konzertagentur – Uta von Sohl – Klaus Geck
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