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Brustdiagnostik – Im Gespräch mit Frau Dr. Isabelle Pitzen

Gesundheit | 07. Oktober 2026

Neue Privatpraxis für spezialisierte Brustdiagnostik schließt wichtige Versorgungslücke im Kreis Ahrweiler

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 80.000 Frauen an Brustkrebs. Das macht eine zuverlässige Früherkennung, eine sorgfältige Diagnostik und ein schneller Zugang zu qualifizierter Abklärung unerlässlich.

Die Brustkrebsfrüherkennung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, umfasst bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr die jährliche Abtastung der Brust und der Lymphknoten in der Achselhöhle sowie die Anleitung zur Selbstuntersuchung. Hinzu kommt zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr das gesetzliche Mammographie-Screening im Abstand von zwei Jahren.

Der ergänzende Brustultraschall zur Früherkennung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und ist eine Selbstzahlerleistung.

Wichtig zu wissen ist: Die Mammographie und der Brustultraschall leisten nicht dasselbe, sondern ergänzen sich. Die Mammographie als Röntgenuntersuchung ist besonders wichtig zum Erkennen von Mikrokalk und damit auch von Krebsvorstufen. Der Brustultraschall ist demgegenüber besonders hilfreich bei der Beurteilung von weichen Gewebsveränderungen und Knoten. Der Brustultraschall kann vor allem bei dichtem Drüsengewebe, tastbaren Befunden, Beschwerden oder individuellen Risikokonstellationen eine sinnvolle ergänzende Untersuchung sein – er ist jedoch kein Ersatz für die Mammographie. Bildlich gesprochen legen sich Mammographie und Ultraschall wie ein Sicherheitsnetz übereinander – mit unterschiedlichen Stärken. Diese Untersuchungen sind deshalb keine Gegensätze, sondern in geeigneten Situationen sinnvolle Ergänzungen. Die aktuelle S3-Leitlinie Mammakarzinom und die AGO-Empfehlungen bewerten den Brustultraschall als sinnvolle ergänzende Untersuchung zur Mammographie, und empfehlen insbesondere bei dichtem Drüsengewebe und in individuellen Risikokonstellationen wie familiär erhöhtem Risiko.

Mit der Neueröffnung ihrer Privatpraxis im Kreis Ahrweiler möchte Dr. Pitzen genau an dieser Schnittstelle ansetzen. Die Fachärztin für Frauenheilkunde ist seit mehreren Jahren schwerpunktmäßig in der Brustgesundheit tätig und verfügt über die DEGUM Zertifizierung im Brustultraschall.

In der Medizin werden Qualifikation und Qualität in der Ultraschalldiagnostik durch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, kurz DEGUM, überwacht. Deutschlandweit gibt es nur rund 200 DEGUM-IIzertifizierte Brustultraschall-Expertinnen insgesamt, im Köln-Bonner-Koblenzer Raum gerade mal 3 niedergelassene Ärzte. (DEGUM Stand 09/26)

Durch ihre Ausbildung am Brustzentrum in Bad Neuenahr wurde der Grundstein ihres besonderen fachlichen Engagements für die Brustgesundheit gelegt. Die Schließung des Brustzentrums 2022 hat Frau Dr. Pitzen persönlich unmittelbar miterlebt.

Ihre weitere Ausbildung führte sie an überregional herausragende Kliniken und Zentren der Spitzenmedizin, darunter das Universitätsklinikum Bonn und die Kliniken der Stadt Köln. Dort erhielt sie eine fundierte Ausbildung auf höchstem Niveau – eingebettet in ein Umfeld medizinischer Exzellenz. Aktuell ist Sie Oberärztin an einem der bundesweit renommiertesten Brustzentren, der Klinik für Senologie und Ästhetischen Chirurgie in Wesel.

Besondere Beziehung zum Ahrtal

Frau Dr. Pitzen verbindet eine besondere Beziehung mit dem Ahrtal. Ihre Familie kommt aus Dümpelfeld. Aufgewachsen in Köln, hat sie die Verbindung zum Ahrtal und zu den Menschen hier nie verloren. Auch trotz der persönlichen Fluterfahrung konnte und wollte sie sich nie vom Ahrtal lösen und lebt heute in Mayschoß.

Gerade deshalb ist die berufliche Rückkehr in die Region für sie weit mehr als die Gründung einer eigenen Praxis:

„Mit meiner Praxis möchte ich eine wichtige Lücke in der Versorgung von Frauen im Kreis Ahrweiler und über die Region hinaus schließen. Ich freue mich, nun gerade hier einen Beitrag zu einer persönlichen Medizin „von Frauen für Frauen“ leisten zu können.“

Die Basis ihres medizinischen Werdegangs ist die Frauenheilkunde – ein Fach, das Empathie, Vertrauen und Feingefühl voraussetzt. „Für mich ist Brustgesundheit nicht nur ein berufliches Interessensfeld, sondern Ausdruck eines besonderen medizinischen Anspruchs, geprägt von Sorgfalt, Präzision und einfühlsamer Begleitung.“

In ihrer Privatpraxis bietet sie modernste Brustultraschalldiagnostik mit einem hochwertigen, speziell auf die Brustdiagnostik ausgerichteten Ultraschallgerät. Eine Besonderheit des Leistungsspektrums ist die ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie, die eine präzise und verlässliche Diagnosesicherung ermöglicht. Bei kleinen gutartigen Befunden bis 1 cm, ist auch eine Entfernung im selben Schritt unter lokaler Betäubung,

ohne klassische Operation, möglich. „Darüber hinaus ist für viele Patientinnen entscheidend: Sollte sich ein auffälliger Befund ergeben, steht über mein Netzwerk von Brustzentren eine schnelle, kurzfristige und verlässliche Weitervermittlung zur Verfügung.“

Mit der Neueröffnung ihrer Praxis im Thermalbadehaus entsteht damit im Kreis Ahrweiler eine hochspezialisierte Anlaufstelle für Frauen, die Wert auf qualifizierte Brustdiagnostik, persönliche Begleitung und eine zügige, zuverlässige Versorgung legen.

Infobox: Die Praxis erreichen Sie im Thermalbadehaus in der Kurgartenstraße 1 – 53474 Bad Neuenahr – Telefon 0163 67 19 636

 Weitere Infos gibt’s hier: QR Code

https://www.drpitzenmedicalaesthetics.de/about

Text: Andreas Noll | Fotos: privat

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